Weltcup_Damen

SHIFFRIN GEWINNT GESAMTWELTCUP

Mikaela Shiffrin in FIS Alpine Worldcup Ofterschwang Riesenslalom 2018

APA, CT – Mikaela Shiffrin steht vorzeitig als Gesamtweltcupsiegerin fest. Die US-Amerikanerin wurde am Freitag im Riesentorlauf in Ofterschwang hinter der norwegischen Premierensiegerin Ragnhild Mowinckel und der Deutschen Viktoria Rebensburg Dritte. Für Mowinckel bedeutete es nach einer großartigen Serie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang den ersten Weltcupsieg und damit die Krönung einer überaus erfolgreichen Saison. Auch Shiffrin beeindruckt mit ihrem zweiten Gesamtweltcupsieg in Folge – und das im Alter von gerade einmal 22 Jahren. Shiffrin hat in der Gesamtwertung fünf Rennen vor Schluss einen Polster von 603 Zählern auf die Schweizerin Wendy Holdener, ist damit auch rechnerisch nicht mehr einzuholen.

Shiffrin erklärte nach dem Kugel-Coup, dass die Saison ein harter Kampf für sie gewesen sei. „Es war eine Erleichterung, dass Olympia vorbei ist und ich mich auf den Weltcup konzentrieren konnte. Jetzt alles schon vor Aare klar gemacht zu haben, ist wirklich toll. Jetzt bin ich befreit und brauche nicht mehr um jeden Punkt kämpfen“, sagte die Riesentorlauf-Olympiasiegerin, die bereits am Samstag die Slalom-Kugel klarmachen kann. Bei Olympia war sie als Top-Favoritin nur Vierte geworden.

Shiffrin sagte, sie fühle sich auch deswegen erleichtert, weil vor ihrem Sieg im vergangenen Jahr zahlreiche Konkurrentinnen verletzt ausgefallen waren. „Nach letztem Jahr, als ich den Gesamtweltcup gewonnen habe, haben einige Leute gemeint, das ist ein bisschen ‚fake‘, weil die anderen Mädchen nicht da waren“, meinte sie. „Das fühlt sich wie eine Bestätigung für mich an.“ Von Shiffrin gab es besonderes Lob für ihre baldige Ex-Markenkollegin Michaela Kirchgasser. „Kirchi war wahrscheinlich die erste Person im Weltcup, die wirklich mit mir gesprochen hat. Ich war beim Atomic Media Day im Herbst, und sie hat gesagt: ‚Hi, ich bin Michaela Kirchgasser'“, erzählte die Amerikanerin. „Das war einfach, wie ihre Persönlichkeit ist. Sie ist immer sehr nett, nie arrogant. Mir hat gefallen, wie sie auf Leute zugegangen ist. Es wird echt traurig sein, wenn sie nicht mehr da ist.“

Im Slalom am Samstag gibt Michaela Kirchgasser ihren Abschied von der aktiven Karriere. „Der Renneinzug ist eingepackt. Ob es der wird, lasse ich offen“, hielt sich die Salzburgerin bedeckt, in welchem Outfit sie sich durch die Tore schwingen wird.

Nach dem Finale 2017 in Aspen habe Shiffrin sie sich gefragt, wie sie das noch einmal schaffen könne. „Das ist so viel Arbeit!“, berichtete Shiffrin lachend. Sie glaube, dass es heuer nach Aare etwas entspannter für sie werden könnte. Hinsichtlich des Slaloms in Ofterschwang am Samstag gab sie sich zuversichtlich. „Das ist eine weitere Chance. Sie haben einen wirklich guten Job mit der Piste gemacht heute. Es ist etwas überraschend, wie gut es im zweiten Lauf war, angesichts dessen, wie warm es ist.“

Allrounderin Mowinckel, bei den Olympische Spielen Silbermedaillengewinnerin in Riesentorlauf und Abfahrt, ist nach starken Leistungen quer durch alle Disziplinen außer dem Slalom, den sie nicht bestreitet, auch im Gesamtweltcup bereits Vierte. Nach nur einem zweiten Platz (RTL Kronplatz 2018) und einem dritten (Super-G Val d’Isere 2017) landete die 25-Jährige erstmals in ihrer Karriere am obersten Treppchen des Weltcup-Podestes. „Ich habe es geschafft, das ist so cool. Heuer hatte ich schon meinen ersten Podestplatz, die ersten Olympiamedaillen, jetzt der Sieg – ich bin so glücklich, dafür habe ich wirklich lange gearbeitet“, sagte sie im Zielraum-Interview.

Die Entscheidung um die Riesentorlauf-Kugel wurde vertagt, Rebensburg liegt vor dem finalen Rennen in Aare 92 Zähler vor der Französin Tessa Worley und hat damit allerdings sehr gute Chancen auf den Gewinn der Kugel.

Die Schweizerinnen konnten in Ofterschwang nicht in die Entscheidung eingreifen. Wendy Holdener verbesserte sich im zweiten Durchgang um vier Ränge und wurde am Ende als beste 14. Für Lara Gut ging es hingegen nach hinten, sie belegte am Schluss den 19. Rang. Freuen konnte sich vor allem Aline Danioth über ihr Ergebnis. Mit dem 21. Rang holte sie sich das erste Mal in einem Riesenslalom Weltcuppunkte.

In der kommenden Woche findet der Weltcup der Damen und Herren mit den Bewerben in Aare seinen Abschluss.

Ergebnis

Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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