Weltcup_Damen

Slalomfest in Flachau unter erschwerten Bedingungen

The_Night_Race_Flachau

Trotz erschwerter Bedingungen soll beim Flutlicht-Slalom am Dienstagabend in Flachau der Kampf um das alljährlich höchste Preisgeld (168.000 Euro) im Damen-Weltcup zu einem Fest werden. Bis zuletzt kämpften Mann, Maus und Maschinen auf dem Rennhang vor allem mit dem Neuschnee, um beim „Schladming der Damen“ Mikaela Shiffrin und Co eine gute Piste zu schaffen.

Obwohl wenige Tage nach dem „Eislaufplatz“ von Zagreb in Flachau eine eher kompakte Piste erwartet wird, ist Shiffrin auch in Salzburg klare Favoritin. Die 23-jährige US-Amerikanerin hat von den jüngsten 13 Spezialslaloms 12 gewonnen, darunter – jeweils vor Petra Vlhova – alle bisherigen fünf der WM-Saison in Levi, Killington, Courchevel, Semmering und Zagreb. Holt sich die Vorjahres-Siegerin am Dienstag zum vierten Mal die höchste Siegesprämie der Saison (ca. 70.000 Euro), egalisiert sie die von Vreni Schneider und Janica Kostelic gehaltene Serie von acht Slalomsiegen in Folge.

Dagegenhalten will neben Petra Vlhova und Wendy Holdener (mit 19 Slalom-Podests ohne Sieg nun Rekordhalterin) aber auch „Flachau-Spezialistin“ Frida Hansdotter. Die Schwedin ist in den jüngsten sieben Rennen hier jeweils auf das Podest gekommen. Krönt sie sich zum dritten Mal nach 2015 und 2017 zur „Snow Space Salzburg Princess“, wäre die seit 13. Dezember 33-jährige Olympiasiegerin auch die älteste Slalomsiegerin im Weltcup überhaupt.

Diese Bestmarke hält seit Lienz 2013 Marlies Raich mit 32 Jahren und 212 Tagen. Deren Schwester Bernadette Schild hat sich nach dem Semmering-Blackout mit zwei Sicherheitsläufen und Platz 8 in Zagreb wieder aufgerichtet und freut sich besonders auf „ihr“ Heimrennen. Im Vorjahr führte die Lokalmatadorin zur Halbzeit sensationell und wurde dann hinter Shiffrin Zweite.

Allerdings fehlen heuer wegen des Neuschnees die künstlichen Wellen. „Schade, dort habe ich im Vorjahr viel Zeit geholt“, bedauerte Bernadette Schild. „Aber heuer kann wegen der Verhältnisse wohl sowieso keiner sagen, was auf uns zukommt“, verwies sie auf den heroischen Kampf der Veranstalter um eine gute Rennpiste. 80 Mann arbeiteten auch am Montag ohne Unterlass, zuletzt wurde auch Wasser eingebracht und mit dem Sprühbalken gearbeitet. Der traditionelle Charity-Event am Vorabend wurde aber abgesagt, um die Strecke zu schonen.

Bis Montagabend konnte die Flachauer Strecke bis zur Original-Rennpiste vom Neuschnee befreit und mit Wasser und Balken behandelt werden. „Wir hatten zuletzt über einen Meter Neuschnee. Das war in erster Linie gut für die Touristen. Aber natürlich nicht für eine Weltcup-Piste“, sagte Rennleiter Martin Traninger.
Dienstagabend droht nun aber zusätzlich starker Wind. Ab dem Nachmittag des Renntages sagen die meisten Wettermodelle nicht nur neuerlich Schneefall sondern auch Wind mit Böen von bis zu 80 km/h voraus. Trotzdem gab sich FIS-Renndirektor Markus Mayr zuversichtlich. Dadurch, dass der größte Teil der Hermann-Maier-Weltcup-Strecke im Wald liegt, könnte dies etwas abgemildert werden.

Live Timing Slalom Flachau

Quelle: APA

Foto: Insta Visit Flachau

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Elina Kalela

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