Weltcup Herren

Tommy Ford gewinnt sein erstes Weltcuprennen in Beaver Creek

BEAVER CREEK, USA - DECEMBER 8: @title@ during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Giant Slalom on December 8, 2019 in Beaver Creek USA. (Photo by @photographer@)

Der zweite Riesenslalom in diesem Weltcup-Winter der alpinen Ski-Herren hat ein neues Siegergesicht hervorgebracht. Der 30-jährige US-Amerikaner Tommy Ford feierte am Sonntag einen überlegenen Erfolg vor RS-Weltmeister Henrik Kristoffersen (+0,80 Sek.) und dessen norwegischen Landsmann Leif Kristian Nestvold-Haugen (1,23). Für Österreichs Herren setzte es eine historische Niederlage. Ohne Marcel Hirscher und den nach Bandscheibenvorfall außer Gefecht gesetzten Manuel Feller verfehlten die österreichische Läufer die Spitzenplätze klar und sorgten für das bisher schlechteste Weltcup-Ergebnis eines ÖSV-Herrenteams bei einem Beaver-Creek-RS. Bisher war das ein achter Platz gewesen – den hatten 2005 und 2006 Hermann Maier bzw. Rainer Schönfelder verbucht. Seit 2007 war immer ein ÖSV-Läufer auf dem Podest gestanden.

Den vierten Platz in heutige Rennen in Beaver Creek belegte der Slowene Zan Kranjec, gefolgt von der Franzosen Viktor Muffat-Jeandet – der sich im zweiten Durchgang sehr stark präsentiert – und Matthieu Faivre. Siebter wurde der Kanadier Trevor Philp, der damit sein bestes Weltcupresultat erzielte. Ted Ligety, Vierter nach dem ersten Durchgang, fiel nach einigen Fehlern im zweiten Durchgang zurück und wurde Elfter.

Die beste Platzierung von Ford war vor dem Heimauftritt in Beaver Creek ein vierter Rang in Sölden Ende Oktober gewesen. „Es ist für mich ein natürlicher Fortschritt“, meinte der 30-Jährige. „Ich bin sehr glücklich, dass das vor Heimpublikum, Freunden und der Familie geklappt hat.“ Ford ist der erste US-Sieger in einem Herren-Event seit Travis Ganong, der am 27. Jänner 2017 in Garmisch-Partenkirchen eine Abfahrt gewann.

„Die Amerikaner sind schwierig zu schlagen auf diesem Schnee, diesem Heimschnee. Das ist sicher“, sagte Kristoffersen im ORF-Interview. „Erster Sieg – Chapeau. Acht Zehntel, das ist ganz viel.“ Auf den Dritten Nestvold-Haugen hatte Ford 1,23 Sekunden Vorsprung. Ted Ligety fiel im zweiten Durchgang auf Rang elf zurück. Mitfavorit Alexis Pinturault, der in Sölden den Auftakt-RTL gewonnen hatte, kam nicht über den 17. Platz hinaus.

Absolute Spitzenplätze gab es für die Schweizer Mannschaft nicht, allerdings konnten sie sich insgesamt gegenüber dem ersten Durchgang noch etwas verbessern. Gino Caviezel und Justin Murisier schafften als Neuter und Zehnter den Sprung in die Top 10. Loic Meillard hingegen rutsche um einige Plätze zurück und wurde am Ende 16. Cedric Noger, der vor der Saison aus allen Kadern gefallen war, schaffte als 26. einige Weltcuppunkte. Marco Odermatt, Thomas Tumler und Elia Zubriggen waren bereits im ersten Durchgang ausgeschieden.

Als ÖSV-Bester belegte Speed-Spezialist Matthias Mayer den 19. Platz, der Kärntner behielt damit aber die Führung im Gesamtweltcup. Roland Leitinger wurde 21., Marco Schwarz 25. 

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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