Weltcup_Damen

Viktoria Rebensburg gewinnt Super-G in Soldeu, Mikaela Shiffrin die Kristallkugel

SOLDEU, ANDORRA - MARCH 14: Mikaela Shiffrin of USA takes 1st place in the overall standings during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's and Women's Super G on March 14, 2019 in Soldeu Andorra. (Photo by Alain Grosclaude/Agence Zoom)

Nur Viktoria Rebensburg hat am Donnerstag beim Alpinski-Finale in Soldeu den ersten Weltcupsieg von Tamara Tippler verhindert. Die Österreicherin musst sich im Super-G der Deutschen um 0,15 Sek. geschlagen geben. Dritte wurde die Italienerin Federica Brignone. Für Rebensburg entwickelt sich das Saisonfinale in Andorra zu einem Erfolgslauf. Bei der gestrigen Abfahrt war sie als Zweite schon auf dem Podium gestanden.

Mikaela Shiffrin teilte sich Platz vier mit Nicole Schmidhofer. Das reichte der US-Weltmeisterin, um vor Schmidhofer erstmals auch eine Speed-Disziplinenwertung zu gewinnen, vor Schmidhofer und der Liechtensteinerin Tina Weirather. Shiffrin gewann, obwohl sie nur zwei Drittel der sechs ausgetragenen Super-G-Wettbewerbe dieser Saison bestritten hatte. Bei diesen hatte sie drei Siege und den heutigen vierten Platz eingefahren. Ihre Kräfte hatte sie sich damit optimal eingeteilt. Die kleine Kristallkugel ist für sie auch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk, gestern wurde die derzeit erfolgreichste Skifahrerin der Welt 24.

„Jetzt ist das eingetreten, was ich mir gedacht habe. Wenn die Michaela Vierte würde und ich gewinne, dann wäre es sich ausgegangen. Ich hätte einfach über die Saison ein bisschen besser fahren müssen“, sagte Schmidhofer, die sich am Vortag aber selbst erstmals die Kristallkugel in der Abfahrt gesichert hatte.

Die Super-G-Wertung beendete Schmidhofer nach dem Weirather-Out noch als Zweite. Shiffrin sicherte sich mit dem Super-G ihre insgesamt bereist zehnte Kristallkugel. Die dreifache US-Gesamtsiegerin, die diesen Winter auch die Slalomwertung schon für sich entschieden hat, kann am Sonntag auch im Riesentorlauf noch zuschlagen und damit als dritte Rennfahrerin gleich vier Wertungen in einer Saison gewinnen. Die Kugelgewinne in Slalom und Super-G sind eine Premiere im Weltcup. Die Letzte mit Gesamtsiegen in einer Technik- und einer Speed-Disziplin in einer Saison war Tina Maze (SLO) mit Riesentorlauf und Abfahrt.

„Das ist ganz speziell. Meine erste Speed-Kugel“, sagte Shiffrin erfreut. „Ich hätte nie gedacht, dass ich im Super-G schon so weit bin. Aber es sind halt auch einige Rennen abgesagt worden“, verwies die Amerikanerin darauf, dass die Bewerbe in St. Anton und Sotschi ausgefallen waren. Ihr hatte in Soldeu nur deshalb Ungemach gedroht, weil am Vortag ein US-Trainer die Strecke inspiziert und gefilmt hatte. Das Thema war aber rasch wieder vom Tisch.

Tippler war mit Startnummer eins in ein großteils für die Herren gesetztes Rennen gegangen, das vom ÖSV-Abfahrtscoach Roland Assinger für die Damen adaptiert worden war. Die unterschiedlichen und großteils ungewohnt weiten Torabstände machten einigen Damen Probleme, so auch Stephanie Venier. Mit starker Zwischenzeit vergab die auf Abfahrtsski gestartete Tirolerin an einer kritischen Stelle ihre Podestchancen, Weirather und Ramona Siebenhofer schieden dort aus.

Durch das Aus von Weirather war der Dreikampf zu einem Zweikampf geworden. Schmidhofer kam als Dritte ins Ziel und führte in der Kugelwertung virtuell, dann machte Shiffrin aber alles klar. „Ich habe gleich gewusst, dass Mika nicht mehr so weit zurückfallen wird“, gestand Schmidhofer. Aber was soll’s? Ich bin Erste und Zweite, viel besser geht’s nicht“, sagte die Steirerin und outete sich dahingehend, dass sie demnächst erstmals an der Speedski-WM in Frankreich teilnehmen wird und dort die 200 km/h knacken möchte.

Tippler führte bis zur mit Nummer 15 fahrenden Rebensburg, die mit einem enorm starken Finish noch zur Bestzeit und ihrem 17  Weltcupsieg raste. „Ich habe oben zu viel hergeschenkt, bin aber trotzdem mega happy“, sagte die Steirerin. „Mit Nummer eins war’s nicht leicht. Ohne Fehler wird es schon einmal für ganz vorne reichen. Insgesamt war das ein gutes Finale von mir.“

Jamine Flury wurde als bestplatzierte Schweizerin Sechste. Für sie war es der Abschluss einer erfreulichen Saison mit fünf Platzierungen in den Top 10. Corinnte Suter belegte, den zehnten Platz, Joana Hählen wurde 12. Für Wendy Holdener reichte eine fehlerhafte Fahrt nur für Rang 15.

Morgen steht in Soldeu der Teamtwettbewerb auf dem Programm, bevor die Saison dann mit den Technikbewerben am Samstag und Sonntag abgeschlossen wird.

 

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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