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VLHOVA GEWANN LENZERHEIDE-SLALOM – HOLDENER WIEDER AUF DEM PODIUM

weltcup_slalom_lenzerheide_01_2018

(APA) – Mikaela Shiffrin hat ihren 42. Weltcupsieg und den vorzeitigen Gewinn der 5. Slalom-Kugel vorerst nicht geschafft. Die US-Amerikanerin patzte am Sonntag im Slalom von Lenzerheide (SUI) drei Tore vor dem Ziel und schied aus. Der Sieg ging damit an die Slowakin Petra Vlhova vor Frida Hansdotter (SWE) und der Innerschwyzerin Wendy Holdener.

Für Shiffrin schien in der Schweiz alles angerichtet zum großen Sieg. Über eine halbe Sekunde Vorsprung auf Holdener hatte die Slalom-Olympiasiegerin nach Lauf eins. In der Entscheidung lag sie gewaltige 1,09 Sekunden vor der führenden Vlhova, also sie kurz vor dem Ziel Rücklage bekam und die Kontrolle über die Ski verlor. Shiffrin stieg zurück, fuhr mit großem Rückstand ins Ziel und wurde nach nachträglicher Änderung der offiziellen Rennergebnisse (ursprünglich Platz 27) letztlich als „ausgeschieden“ gewertet.

Damit riss unmittelbar vor Olympia auch die beeindruckende Slalom-Siegesserie der jungen Amerikanerin, die diesen Winter schon zehn Weltcuprennen gewonnen hat. Aber schon davor hatte die überlegene Gesamt-Führende im Weltcup etwas müde gewirkt. Deshalb wird sie die kommenden Weltcup-Rennen auslassen und direkt nach Korea fliegen.

In den jüngsten vier Rennen ist Shiffrin drei Mal ausgefallen und hatte am Samstag im Riesentorlauf von Lenzerheide „nur“ Platz 7 geschafft. Insgesamt fünf Rennen ohne Podestplatz, das war Shiffrin zuletzt vor mehr als drei Jahren passiert.

Damit verpasste Shiffrin auch die Chance, den derzeit noch gemeinsam mit Annemarie Moser-Pröll gehaltenen „U23-Rekord“ auszubauen bzw. an Siegen mit der auf Platz 5 liegenden Schwedin Anja Pärson gleich zu ziehen. Mit ihrem 11. Saisonsieg wäre sie zudem weiter erfolgreich auf der Jagd nach Vreni Schneiders Sieg-Bestmarke (14) aus der Saison 1988/89 gewesen.

Mélanie Meillard wurde Vierte und realisierte somit ihr bisher bestes Ergebnis in einem Spezial-Slalom. Ihre bisherige Bestmarke war ein 5. Platz, den sie im November in Levi (FIN) einfuhr.

Sieben Schweizerinnen waren für den zweiten Lauf qualifiziert. Denise Feierabend wurde als drittbeste Schweizerin Zehnte (+2,46), Michelle Gisin 15. (+3,22), Aline Danioth 19. (+3,61) und Carole Bissig belegte Platz 23 (+4,66). Elena Stoffel schied im zweiten Lauf aus.

Ein überraschendes Comeback nur vier Monate nach ihrer Kreuzbandoperation gab die fünfmalige Weltcupsiegerin Veronika Velez-Zuzulova. Die Slowakin fuhr auf Rang zwölf, obwohl sie nur wenige Tage hatte trainieren können. Nach den Spielen, wo sie Fahnenträgerin sein wird, wird die 33-Jährige aus Bratislava offensichtlich zurücktreten.

Am Dienstag steht bei den Frauen in Stockholm (SWE) noch ein City Event an und am Wochenende darauf zwei Abfahrten in Garmisch-Partenkirchen (GER). Das erste Olympia-Rennen,  der Riesenslalom,  steht für Monatg den 12. Februar an.

Ergebnisse

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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